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   Markenecho - der Markenblog von & für Markenenthusiasten.

Donnerstag, 13. September 2012

WIE WEIT DARF MAN SEINE MARKE VERHUNZEN? Karstadt stellt in diesen Wochen ein neues Shop-in-Shop-Konzept vor. In Göttingen gibt es dafür sogar ein eigenes Gebäude, aber die "Haupteinsatzgebiete" sind die großen 1A-Häuser, so zum Beispiel ganz aktuell Köln. Dort sollen Modemarken präsentiert werden, die bisher im Image-Umfeld von Karstadt nicht präsent waren, oder dort nicht vermutet wurden. Und damit sich das ganze ein wenig vom verstaubten Karstadt-Image abhebt, bedurfte es eines neuen, jüngeren und wenig verstaubten Namens. Das Ergebnis heißt "K-TOWN". Mitbürger in Südwestdeutschland dürften an Kaiserslautern denken, denn genau so nennen die Amerikaner seit vielen Jahren die Stadt und dadurch inzwischen auch viele andere. Abgesehen von dieser Reminiszens an die Pfalz seien folgende Fragen erlaubt: - Was sagt das über das Zutrauen in die eigene Dachmarke aus, wenn man diese "verdenglischt", um vermeintlich attraktiver zu wirken? - Verstärkt nicht eine solche sprachliche Trennung - hier das junge K-TOWN und dort das alte KARSTSTADT - den Image-Gau der Dachmarke? - Ist das ein empfehlenswertes Konzept für andere? Bringt es etwas, wenn KAUFHOF künftig eine Sektion K-YARD oder SHOP-HOF nennt, oder wie wäre es mit P-BURGER für Peek & Cloppenburg?

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